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Nach der Entwicklung
des modernen Bogens von Tourte um 1790 und der Einführung der metallenen
Bahn des Frosches von Lupont (1820) ist der Bogen bis heute im Grunde
unverändert geblieben. Es ist natürlich klar, dass Hersteller, die untergebracht werden in eine Schule oft einen eigenen Stil entwickelten und damit wieder ihre Einflüsse auf andere ausübten. Dies trifft ganz bestimmt zu für das neunzehnte Jahrhundert, wobei bemerkt werden muss, dass Stil evolviert und dass die Arbeit eines Herstellers von mehreren beeinflusst sein kann. Die Einteilung von
Herstellern, Stilen und Schulen wird bestimmt durch die konzeptionellen
Einflüsse von der betreffenden Schule, die zurückzufinden
sind in der Arbeit des betreffenden Herstellers. Es bedeutet also nicht,
dass der Hersteller auch für den berühmten Meister selbst
gearbeitet hat. Tourte
Stil – Francois Xavier Tourte 1747 – 1835
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Tourte
Stil – Francois Xavier Tourte 1747 – 1835
Der Bogen ist oft
achteckig und die Frösche (ohne metallene Bahn) sind etwas länger
als spätere Modelle. Der Stil des Kopfes und des Frosches wird
umschrieben als kräftig und selbstbewusst aber unter Beibehaltung
der Finesse.
Pajeot stil – Etienne Pajeot 1791-1849 Ein deutlich anderer Stil als Tourte wurde aber wenig nachgeahmt. Grund dafür war, dass Pajeot, im Gegensatz zu vielen anderen in Mirecourt geblieben ist. Die Ausführung des Kopfes ist runder als bei Tourte und wird als freundlicher umschrieben. Der Frosch ist einfacher ausgeführt.
Pecatte stil – Dominique Pecatte 1810-1874 Eine sehr
wichtige Strömung ist die des Pecatte. Er stellte hauptsächlich
runde Bögen her, die von einer dreieckigen Grundform hergeleitet
sind. Diese Grundform bleibt oft nur vage erkennbar übrig, manchmal
über die ganze Länge der Stange. Die Bauart führt zu
einem lateral stabilen Bogen.
Voirin stil - Francois Nicolas Voirin 1833-1885 Das allgemeine Kennzeichen ist 'Delikatheit' . Die Stange ist wirklich rund und nicht mehr hergeleitet von einer dreieckigen Form. Der Bogen ist dünner und einige Millimeter länger, was eine stärkere Biegung notwendig macht. Dies wird bis heute noch immer angewandt. Der Kopf ist sehr kurz mit ausgesprochen weiblichen, runden Formen. Der Frosch ist selbstverständlich auch mehr verfeinert. Dieser Stil war allgemein üblich in Frankreich bis in die siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts.
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